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Warum die meisten Betriebe bei Schritt sieben anfangen
Die meisten Firmen kaufen ein Werkzeug, buchen einen Workshop über Prompt-Techniken, und danach fragt sich niemand, warum trotzdem nichts hängen bleibt.
Ich stand vor einem vollen Raum bei der AXA Generalagentur Sandro Wermuth in Burgdorf und habe eine KI-Schulung gehalten. Ich mit 25, vor Menschen mit deutlich mehr Berufserfahrung als ich. Vermutlich war ich der Jüngste im Raum. Gestört hat das niemanden.
Kurz vor dem Start war ich angespannt. Nach fünf Minuten war davon nichts mehr übrig, weil die Leute sofort mitgegangen sind. Sie haben zugehört. Sie haben nachgefragt. Sie haben mitgedacht.
Was ich bewusst weggelassen habe
Ich hätte über KI-Agenten reden können. Über Automatisierung. Über die neuesten Modelle.
Habe ich nicht.
Denn das ist der Fehler, den ich in der Branche ständig sehe: Firmen steigen bei Schritt sieben ein. Sie kaufen ein Werkzeug, buchen einen Workshop über Prompt-Techniken, und danach fragt sich niemand, warum trotzdem nichts hängen bleibt.
Der Grund ist einfach. Wer nicht weiss, was KI überhaupt ist, kann nicht beurteilen, wo sie im eigenen Betrieb Sinn ergibt. Und wer das nicht beurteilen kann, nutzt sie entweder gar nicht oder falsch.
Vier Grundlagen, mehr nicht
Deshalb habe ich die Schulung auf vier Punkte aufgebaut:
- KI verstehen. Was ein Sprachmodell tatsächlich tut, und was nicht.
- Datenschutz. Was hineingehört und was nie.
- Richtig fragen. Warum dieselbe Frage anders gestellt ein anderes Ergebnis bringt.
- Der Mensch. Wer am Schluss kontrolliert und verantwortet.
Das ist alles. Keine Werkzeugliste, keine Trendbegriffe.
Was danach passiert ist
Die Fragerunde war für zehn Minuten geplant. Sie hat über zwanzig gedauert.
Und danach kam noch eine Person auf mich zu. Sie wollte ihre Frage nicht vor allen anderen stellen, es ging um die Ausbildung. Wir haben noch eine Weile geredet.
Das ist der Moment, der bei mir hängen geblieben ist. Nicht meine Präsentation. Sondern zu sehen, wie viel Interesse tatsächlich da ist, sobald jemand das Thema ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsabsicht auf den Tisch legt.
Das Interesse ist da. In jedem Betrieb. Die Leute wollen verstehen, womit sie täglich arbeiten. Es zeigt es ihnen nur selten jemand.
Die Frage, die Sie sich stellen sollten
Wenn Sie morgen Ihre Leute fragen, was ein Sprachmodell technisch tut: Wie viele könnten es beantworten?
Wenn die Antwort unangenehm ist, liegt das nicht an Ihren Leuten. Es hat ihnen einfach noch niemand erklärt.
Danke an Thierry Brunner, meinen Versicherungsberater. Ohne ihn wäre der Termin nie zustande gekommen. Danke an Dominik Studer, der es ermöglicht hat. Und danke an das ganze Team der Generalagentur in Burgdorf für die Offenheit und das Vertrauen, das ihr einem 25-Jährigen entgegengebracht habt.
Altrin Muja, Inhaber der Altenery GmbH. Mehr über mich · Alle Beiträge